Häufig gefragt - Hier beantwortet:

Sind die Kinder die ganze Zeit draußen?

Die Waldkinder sind fünf Tage die Woche draußen – Sommer wie Winter. Ihr Dach sind der Himmel und die Bäume. Die Gruppe verbringt ihre Zeit an den verschiedenen Spielorten, die Wald und Wiese bieten. Zur „Not“ steht zu jeder Zeit im Jahr ein beheizbarer Schutzwagen als Unterschlupf zur Verfügung.

 

Ist es im Winter nicht zu kalt für die Kinder?

Da die Kinder die meiste Zeit in Bewegung sind, wird es ihnen selten kalt. Voraussetzung ist natürlich den Temperaturen angepasste Kleidung. Z.B. sind wasserdichte Schuhe unerlässlich. Und sollten einmal die Füße kalt werden, so spielen wir „Aufwärmspiele“ oder nutzen den Schutzwagen.

 

Sind die Kinder nicht häufiger krank?

Ganz im Gegenteil. Aus medizinischer Sicht ist der regelmäßige Aufenthalt in der Natur eine Notwendigkeit. Dadurch wird das körpereigene Immunsystem gestärkt und die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten in der Regel verringert.

 

Haben Waldkindergartenkinder mehr Schwierigkeiten im ersten Schuljahr? *

Lehrer/innen der ersten Schuljahre schätzen die durchschnittlichen Leistungen der „Waldkinder“ in allen Lern- und Verhaltensweisen besser ein, als den Durchschnitt der Klasse. Leistungen heben sich deutlich in den 3 zentralen Lernbereichen (Sachunterricht, Lesen, Mathematik) ab. Waldkindergartenkinder können sich lt. Lehrer besser konzentrieren.

* Peter Häfner, Studie der Universität Heidelberg

 

Können die Kinder in der Schule dann überhaupt stillsitzen?

Unseren bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Kinder, die in den ersten Jahren ihren Bewegungsdrang ausleben konnten, besser stillsitzen können als Kinder, die Regelkindergärten besucht haben.

 

Womit spielt mein Kind, wenn es keine Spielsachen gibt?

Das Spielzeug liefert die Natur. Schließlich gibt es hier immer und überall Neues zu entdecken. Die Kinder finden so zu sich selbst, weil sie nicht dauernd von Reizen überflutet werden. Kreativität und Phantasie werden so gefördert. Da es im Wald kein vorgefertigtes Spielzeug gibt, werden sie ermuntert, aus den Naturmaterialien auf innovative Weise viele Spielmöglichkeiten zu entwickeln. In Räumen mit vorgefertigtem Spielzeug kann dieses Potential nicht entfaltet werden.

 

Wie ist der Tagesablauf?

    7:30 bis 8:15 Uhr
Sammelzeit beim Stammplatz, Orientierung, freies Spiel, Bilderbücher
    8:30 Uhr
erste Begegnung (Begrüßung, Lieder, Gedichte, Geschichten, usw.)
    8:45 Uhr
Bewegungsspiele, Klettern, Naturbeobachtung, Forschen, Entdecken, uvm.
~ 10:00 Uhr           
Vorbereitung auf die Jause (Hygiene), anschließende gemeinsame Jause
    10:30 Uhr

Freispiel an ausgewählten Plätzen, pädagogische Angebote in Kleingruppen
    12:00 Uhr

zweite Begegnung (Redekreis, Lieder, Gedichte, Geschichten, usw.)
    12:15 bis 13:30 Uhr

Abholzeit, Zeit zum Ausruhen und für Bilderbücher, zeichnen oder werken

 

Was gehört zur Ausstattung eines Waldkindergartenkindes?

Unsere Ausstattungsempfehlung je Kind:

  • ein Rucksack (mit Brustgurt)

  • eine Isomatte (ca. 40 cm x 40 cm groß) und faltbar, damit das Kind sie selbst in den Rucksack packen kann)

  • eine 0,5 l Thermoskanne mit trinkwarmen Kräutertee (Edelstahl)

  • eine Jausenbox (mit Brot und Obst/Gemüse)

  • im Winter eine Themosbox mit esswarmen Mahlzeiten

  • Wechselkleidung

  • zwei Regenjacken und zwei Regenhosen

 

Bei der Kanne und den Boxen ist auf einfache Verschlüsse zu achten – das Kind sollte diese selbst bedienen können. Wechselkleidung sowie bei Bedarf Windeln werden in einem Sack im Rucksack transportiert.

Bei der Kleidung der Kinder ist zu bedenken: Im Wald ist es immer etwas kühler. Lange Kleidungsstücke schützen vor Kratzern und Zecken. Kopfbedeckung schützt vor Kälte und Sonne. Wasserdichte Wanderschuhe sind unerlässlich. Mehrere Schichten übereinander eignen sich am besten hinsichtlich Wärme und Kälte.

 

Wie sieht es mit Regeln und Grenzen aus?

Beim Erforschen der Lebensräume von Wald, Wiese, Bach, etc. gibt es feste Regeln und Grenzen, die für die Kinder nachvollziehbar sind. So wissen die Kinder z.B. dass an den „Haltepunkten“ unbedingt Halt gemacht werden muss, damit kein Kind verloren geht.

Wie ist es mit dem großen und kleinen „Geschäft“?

Am Stammplatz steht ein Toilettenhäuschen mit eingebauter Trocken-Trenn-Toilette für die Kinder bereit, unterwegs gibt es dafür spezielle, unbespielte Plätze.

Was ist denn ein "Baumfuchs"?
Baumfuchs ist eine in die Jahre gekommene Bezeichnung für ein rotes Eichhörnchen. Doch eigentlich egal ob "Waldfuchs" oder "Baumfuchs", beides sind Tiere der heimischen Wälder. Die Doppeldeutigkeit ist bewusst gewählt. Ist unser Logo nun ein Eichhörnchen oder ein Fuchs?  ;-)
 

Hast Du noch mehr Fragen?

Gerne steht das Team des Waldkindergartens auch für individuelle Gespräche zur Verfügung. Scheue Dich nicht, uns zu kontaktieren. Das kannst Du hier!

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© 2018 Michael Rauch

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